Modell

Poisson-Rechner (Fußball)

Die Poisson-Verteilung ist das einfachste Modell, um die Torverteilung eines Fußballspiels zu schätzen. Aus den erwarteten Toren beider Mannschaften (xG, bereinigter Torschnitt) ergibt sich die Wahrscheinlichkeit jedes Ergebnisses — und damit aller davon abgeleiteten Märkte.

xG oder bereinigter Torschnitt

Ergebnis

Es ist der Ausgangspunkt der meisten Eigenbau-Modelle. Allein schlägt es den Markt nicht, liefert aber eine solide Grundlage, um eine Quote zu beurteilen.

Die Formel

P(k Tore) = e^(−λ) × λ^k / k!

wobei λ die Zahl der erwarteten Tore ist. Kreuzt man die Verteilungen beider Teams, erhält man die Wahrscheinlichkeit jedes exakten Ergebnisses und daraus die von 1X2, Torsummen und „Beide Teams treffen“.

Erwartete Tore schätzen

Die Qualität des Ergebnisses hängt vollständig von λ ab. Eine einfache, robuste Methode:

  1. Berechnen Sie die Offensivstärke des Teams: erzielte Tore im Verhältnis zum Ligadurchschnitt.
  2. Verfahren Sie ebenso mit der Defensivschwäche des Gegners.
  3. Multiplizieren Sie beides mit dem Torschnitt der Liga und wenden Sie dann den Heimvorteil an (rund +15 % zu Hause in der Ligue 1).

Öffentliche xG-Daten liefern in der Regel eine bessere Grundlage als rohe Tore, besonders bei kleinen Stichproben.

Die Grenzen des Modells

  • Die Unabhängigkeit der Offensiven. Poisson unterstellt, dass beide Teams unabhängig voneinander treffen. Das stimmt nicht: Ein offenes Spiel nützt beiden.
  • Unterschätzte Unentschieden. Das einfache Modell gewichtet Unentschieden zu gering; ernsthafte Modelle korrigieren niedrige Ergebnisse (Dixon-Coles).
  • Der Kontext. Rote Karten, Rotation vor einem Europapokalspiel, Saisonendspurt: Nichts davon fließt in λ ein.

Vergleichen Sie die Modellausgabe stets mit der fairen Marktquote. Eine Abweichung von 30 % deutet fast immer auf einen Fehler Ihrerseits hin, nicht auf eine Gelegenheit.

Häufige Fragen

Muss man ein eigenes Modell bauen, um zu gewinnen?

Das ist nicht der schnellste Weg. Von der entmargten Referenzlinie auszugehen liefert eine verlässlichere Schätzung als ein Eigenbau-Modell auf kleiner Stichprobe — und genau diesen Ansatz nutzt Stats&Bet, um Value Bets bei französischen Buchmachern zu finden.

Kann das Poisson-Modell die Buchmacher schlagen?

Allein nicht. Buchmacher nutzen vergleichbare Modelle, angereichert mit weit besseren Daten und Wettströmen. Es bleibt sehr nützlich, um eine Intuition zu prüfen, einen wenig beachteten Markt zu bewerten oder eine offensichtlich schiefe Quote in einem Nebenwettbewerb zu entdecken.

Sollte man xG oder erzielte Tore nutzen?

xG, sobald die Stichprobe klein ist. Erzielte Tore sind durch die Chancenverwertung verrauscht, die von Spiel zu Spiel stark schwankt, während xG die Chancenkreation misst — zeitlich weit stabiler.

Funktioniert das Modell auch für andere Sportarten?

Ja für Sportarten mit seltenen, unabhängigen Ereignissen: Eishockey, bedingt Handball. Für Basketball (zu viele Ballbesitze, Normalverteilung) und Tennis, das Punkt für Punkt modelliert wird, ist es ungeeignet.

Value Bets finden, ohne zu suchen

Stats&Bet vergleicht laufend die Quoten der ANJ-lizenzierten französischen Buchmacher mit der fairen Marktquote und benachrichtigt Sie per Telegram, inklusive empfohlenem Einsatz. Die echten Ergebnisse sind öffentlich.

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Sportwetten bergen Risiken: Verschuldung, Isolation, Abhängigkeit. Hilfe erhalten Sie in Frankreich unter 09 74 75 13 13 (zum Normaltarif). Glücksspiel birgt Risiken. Nur für Volljährige. Stats&Bet ist ein statistisches Analysewerkzeug und nimmt keine Wetten an: Wetten werden ausschließlich bei den von der französischen ANJ lizenzierten Anbietern platziert.