Richtwerte, die man auswendig kennen sollte
| Quote | Implizite Wahrscheinlichkeit | Bedeutung |
|---|---|---|
| 1,10 | 90,9 % | Angekündigte Fast-Sicherheit |
| 1,50 | 66,7 % | Zwei von drei Chancen |
| 2,00 | 50,0 % | Münzwurf |
| 3,00 | 33,3 % | Eine von drei Chancen |
| 5,00 | 20,0 % | Eine von fünf Chancen |
| 10,00 | 10,0 % | Einer von zehn Fällen |
Prüfen Sie Ihr Bauchgefühl immer an diesen Richtwerten: „Der hat locker 50 % Chance“ bei einer Quote von 2,60 behauptet einen Vorteil von über 30 % gegenüber dem Buchmacher. Möglich — aber begründungsbedürftig.
Implizit heißt nicht echt
Bei einem 1X2 mit 2,10 / 3,40 / 3,60 ergeben die impliziten Wahrscheinlichkeiten 105,8 %. Diese 5,8 überschüssigen Punkte sind die Marge: Die vom Markt tatsächlich geschätzte Wahrscheinlichkeit liegt also unter jeder einzeln betrachteten impliziten Wahrscheinlichkeit.
Um Ihre Schätzung sauber mit der des Marktes zu vergleichen, entmargen Sie die Quoten zuerst mit dem Faire-Quote-Rechner.
Häufige Fragen
Woran erkennt man, ob eine Quote wirklich großzügig ist?
Indem man sie mit der fairen Wahrscheinlichkeit ohne Marge vergleicht — nicht mit dem Bauchgefühl. Stats&Bet führt diesen Vergleich laufend bei den französischen Buchmachern durch und meldet nur Quoten, die die faire Quote übertreffen.
Kann die Summe der Wahrscheinlichkeiten genau 100 % ergeben?
Nur auf einem Markt ohne Marge, den es bei einem klassischen Buchmacher nicht gibt. Wettbörsen kommen dem nahe, indem sie eine Kommission auf Gewinne nehmen, statt die Quoten zu belasten.
Woher weiß man, ob die eigene Schätzung besser ist als die des Buchmachers?
Der einzige ehrliche Maßstab ist die Schlusslinie. Erhalten Ihre Wetten regelmäßig Quoten über dem Endpreis des Marktes (positive CLV), trägt Ihre Schätzung Information. Andernfalls ist sie nur Rauschen.